Es ist der 27. Juni 2018. Die badische Sonne strahlt und eine Schar an blau behelmten Menschen wuselt bereits früh am Morgen über die Baustelle des neuen Hotels des Europa Parks in Rust. Es sind kaum fünf Jahre seit der Eröffnung des letzten Hotels vergangen, da versammeln sich wieder Vertreter der Presse, Politik und Prominenz auf dem Vorplatz des Hotels, um gespannt auf den Richtspruch für das neue Hotel zu warten.

Nach ein paar einleitenden Worten und der Begrüßung der geladenen Gäste geht es auch schon los.

Hoch oben auf dem Dach des Hotels stehen die beiden Zimmermänner Alois und Sven, gekleidet in traditioneller Kluft, neben dem Richtbaum um den Richtspruch zu sprechen:

„[…] Gott breitet über diesem Haus gütig seine Hände aus und möge und möge es doch stets bewahren vor allem Unheil und Gefahren die Bauherrschaft und ihren Lieben möge nie ein Missgeschick betrüben.[…]“

Nun Glas, zersplittere im Grunde, geweiht sei dieses Haus zur Stunde.“Rohbau des Hotels bereits mehr als imposant.

Mit diesen Worten zersplittern die zwei geworfenen Gläser am Boden neben dem Eingangstor des Hotels. Nach dem glimpflichen Ablauf des Richtspruches folgen einige Grußworte vom Bürgermeister von Rust Kai-Achim Klare, dem Landrat des Ortenaukreises Frank Scherer, sowie eine Segnung durch den Zirkuspfarrer Adrian Bolzern. Es wird erzählt, wie man im Frühsommer 2016 nach Abschluss der aufwendigen Planungsverfahren auf dem freien Feld stand, wo sich nun bereits ein imposanter Rohbau befindet und man sich noch kaum vorstellen konnte, was hier einmal entstehen wird. Nach weiteren kleinen Anekdoten, der besagten Segnung und dem ersten Pressefoto, durften die gespannten Gäste endlich das Eingangstor durchschreiten und sich um den Grundstein in der zukünftigen Hotellobby versammeln. Diese ist bereits jetzt schon sehr eindrucksvoll. Ein hoher offener Raum bis zum 7. Stockwerk mit einer Doppeltreppe, die in das erste Geschoss führt, wo auch zukünftig der hoteleigene Übergang in die Wasserwelt zu finden sein wird. 

Andreas Andersen erklärt die Aussprache des Namens

Zu passender Musik des neuen Rulantica Musicals stürmten Wikinger aus dem ersten Stockwerk in die Lobby und gaben eine kleine Showtanzeinlage zum Besten. Nach dieser passenden Einstimmung folgten weitere Grußworte von Andreas Andersen, dem Präsidenten der IAAPA und Geschäftsführer von Liseberg in Göteborg, sowie eine Ansprache von

Thomas Mack, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Europa Parks. Als gebürtiger Däne gab Andreas Andersen hierbei den Hinweis, wie der Name des Hotels Krønasår eigentlich richtig ausgesprochen wird. Nämlich „Krönasoor“.

Zur anschließenden Grundsteinlegung versammelte sich die ganze Familie Mack, die Ehrengäste Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von Glasperlenspiel und natürlich Ed Euromaus um den Grundstein herum und legten diverse Gegenstände hinein. Eine Tageszeitung, ein Fernrohr, das zuvor gesegnete Kreuz, eine Karte von Rulantica, ein Kompass und weitere passende Objekte. Zu guter Letzt wurde ein weiteres Mal für die Presse posiert. Der offizielle Teil war somit abgeschlossen und wer mochte, durfte an einer anschließenden Führung über die Baustelle des Hotels teilnehmen. An acht verschiedenen Stationen konnte man sich ein Bild machen, wie das Hotel in Zukunft aussehen wird. Eines der zukünftig 276 Zimmer ist bereits fertig eingerichtet und konnte besichtigt werden. Alle Zimmer haben eine Größe zwischen 24 und 50 m² und sind alle in ähnlichem Stil gestaltet.

Jedes Zimmer erzählt seine eigene Geschichte im Krønasår

Die Idee dahinter ist, dass die Zimmer die Studierzimmer der Forscher des Adventure Club of Europe sind, die damals auf der Suche nach Rulantica waren. Viele Artefakte, die auf sie auf ihren Reisen gefunden haben, sind in diesen Zimmern und im gesamten Museumshotel nun zu finden. Die Abtrennung des Raumes zum Badezimmer ist als Bücherregal gestaltet. In den Titeln der Bücher sind versteckte Anspielungen auf den Adventure Club of Europe sowie Hinweise zu bestehenden als auch zukünftigen(!) Attraktionen. Durch den Detailreichtum und die stimmige Einrichtung schafft der Europa Park auch in diesem Hotel wieder einen wunderschönen und gemütlichen Rückzugsort. Vor allem die Zimmer in den oberen Stockwerken bieten eine wunderschöne Aussicht. In den obersten Geschossen unterm Dach werden sich hauptsächlich zweistöckige Suiten befinden.

Zur Eröffnung des Hotels wird es vergünstigte Übernachtungspreise geben. Allerdings wird zu diesem Zeitpunkt der Wasserpark noch nicht fertig sein.

Die Seefahrt ist allgegenwärtig 

Des Weiteren wurde einer von 2 neuen Tagungsräumen vorgestellt, der im Stil der Wikinger eingerichtet werden wird. Eyecatcher wird ein großes an der Decke hängendes Wikingerschiff werden. Zum Schluss durfte man einen Blick in die beiden zukünftigen neuen Restaurants werfen. Hier fehlte noch das Dach, aber mithilfe einer 360° 3D Animation konnte die verantwortliche Innenarchitektin gut zeigen, wie es einmal aussehen wird. Über 600 Personen werden im à la carte Restaurant „Bubba Svens“ einmal Platz finden, welches wie ein Bootshaus gestaltet werden wird. Trotz der Größe soll hier ein gemütliches Restaurant entstehen. An der Decke wird auch hier ein großes Schiff aufgehängt werden. Hierbei handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau eines Wikinger-Schiffs, das tatsächlich den Atlantik überquert hat. Das Schiff steht bereits jetzt schon in der Mitte des Raumes bereit, da aus Transport-Gründen die Wände um das Schiff herum gebaut werden mussten. Auch die Bar wird stark an ein Segelschiff erinnern. Auf einer Terrasse kann man bei gutem Wetter am 4.500 m² großen künstlichen See vor dem Hotel sitzen. Es wird außerdem eine offene Showküche geben, in der das Essen final zubereitet wird, bevor es an den Tisch kommt. Das Angebot wird stark von der skandinavischen Küche geprägt sein und soll mit günstigeren Preisen vor allem Familien ansprechen. Im Fine Dining-Restaurant „Tre Krønen“ wird ein Restaurant mit gehobener Küche in königlichem Ambiente zu finden sein. Über eine Fensterscheibe kann man auch hier die finale Zubereitung der Gerichte beobachten.

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